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Marc Gast wird sensationell deutscher Meister

Foton1: Marc präsentiert stolz seine Goldmedaille

Foto 2: Maybrit und Jule präsentieren strahlend ihre Urkunden

Ein Urschrei halte durch das Ulmer Donaustadion. Soeben hatte Marc Gast bei den Deutschen Meisterschaften U20/U18 seinen 700g-Speer im vierten Versuch auf 63,54m geworfen und damit die Führung unter den besten U18-Werfern Deutschlands übernommen. War das schon eine Medaille?  Schon im ersten Versuch hatte Marc seine Anwartschaft darauf mit 60,95m deutlich gemacht, und bis zum Ende des Vorkampfes lag er damit an dritter Stelle. Die eigentlichen Favoriten, wie Eric Frank aus Rostock, der eine Vorleistung von über 67m vorzuweisen hatte oder Paul Schlenker aus Dresden oder Florian Händle aus Karlsruhe hatten bislang nicht den großen Wurf landen können. Aber Marc war erst einmal im Endkampf der besten Acht, und dort wurde es mit jedem Durchgang spannender. Alle holten auf, und es wurde ganz eng: Zwischen dem Ersten und dem Achten lagen keine drei Meter Unterschied. Im fünften Durchgang setzte sich dann Nils Albrecht aus Potsdam mit 62,90m an die Spitze. Doch - wie schon öfters bewiesen - zeigte Marc seine mentale Stärke und konterte mit 63,54m. Im letzten Durchgang konnten sich alle nicht mehr entscheidend verbessern, und Marc legte sogar nochmal 63,13m nach. Die Sensation war perfekt!. Ein Junge aus einem kleinen Verein aus Lippe hatte die gesamte Speerwurfelite Deutschlands düpiert und auf die Plätze verwiesen. Damit konnten die sieggewohnten Jungen aus den neuen Bundesländern nur schwer umgehen. Marc wurde dann sogar zu einem Interview gebeten, wo er seine Freude nur schwer unterdrücken konnte und eine Weiterentwicklung in den nächsten Jahren ankündigte. Spontan wurde ein Empfang in Dörentrup organisiert, wo Marc die Gelegenheit nutzte, einer ganzen Reihe von Leuten, die diesen Erfolg ermöglicht hatten, herzlich zu danken: Mutter Silke für alle Unterstützung zu Hause, Vater Karlheinz für unermüdliche Betreuung an Wettkämpfen, Heimtrainer Klaus Brand  für langjährigen Aufbau, Landestrainer Stienemeier, Matze de Zordo als ehemaliger Männer-Speerweltmeister 2011 für Technik-Beratung, Doktor Christoph Hanke und Physiotherapeut Raffael Rochner für die gesundheitlichen Voraussetzungen.

Mit Maybrit Sommer und Jule Mühlenhof hatten sich weitere Aktive der LG Lippe-Süd für diese DM qualifiziert, und zwar im Stabhochsprung U18. Und die Schützlinge von Olaf Hilker schlugen sich hervorragend: Maybrit verbesserte ihre Bestleistung im dritten Versuch auf 3,60m und belegte dabei Platz 7. Jule übersprang 3,50m sogar im ersten Versuch und wurde damit Achte. Beide gehören noch dem jüngeren Jahrgang an.

 

Bericht: Klaus Brand, Foto: Privat

 

Siehe auch

https://www.flvw.de/news/detail/31-medaillen-fuer-flvw-nachwuchs-bei-jugendmeisterschaften-in-ulm/

...und noch einen Bericht zu Maybrit:

https://www.flvw.de/news/detail/goldgas-leichtathletik-talent-des-monats-maybrit-sommer/